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Aus Anlass der Woche der Artenvielfalt besuchten wir das Schmetterlingshaus in Bordano.

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Schmetterlinge sind nach den Käfern die artenreichste Insektenordnung, etwa 160.000 davon sind derzeit bekannt. Trotzdem zählen sie zu den gefährdeten Tierarten. In Österreich sind etwas die Hälfte der Schmetterlinge vom Aussterben bedroht. Als Hauptgrund gilt, dass ihre natürlichen Lebensräume mehr und mehr verschwinden.

In Bordano, einem kleinen Ort zwischen Venzone und Gemona westlich des Tagliamento, erhielten die flatternden Tiere einen Rückzugsort in Form von drei Gewächshäusern, in dieser Art die größten in Italien. Bevor wir diese betraten, erfuhren wir in der Ausstellung viel über das Leben der Schmetterlinge und anderer Insekten. Die Dame an der Kassa sprach perfekt Deutsch und gab uns umfangreichen Lesestoff in unserer Sprache für den Weg durch die Ausstellung mit, deren Beschriftungen Italienisch und Englisch waren.

Trotz der interessanten Themen konnten wir es kaum erwarten, die Schmetterlinge endlich live zu erleben. Beim Betreten des ersten Gewächshauses erkannten wir sofort, welcher Naturraum hier simuliert werden soll. Das üppige Grün, die Hitze und die hohe Luftfeuchtigkeit sprachen eindeutig für den Regenwald. Tatsächlich ist jedes Gewächshaus einem Regenwald eines anderen Kontinents gewidmet: Afrika, Asien und Südamerika.

Egal ob Kinder oder Erwachsene, alle hatten ihren Spaß an den freifliegenden Schmetterlingen, die sich das eine oder andere Mal auch auf uns setzten. Nur berührt werden sollten die empfindlichen Flügeln nicht. In den Räumlichkeiten gibt es noch ein paar andere Tierarten zu bewundern. Deren Behausungen sind getrennt von den Schmetterlingen, da so manches Insekt ansonst wahrscheinlich nicht sichtbar wäre – und ein freilaufendes Reptil wäre auch nicht so entspannend…

Ohne Blitz dürfen die Tiere auch fotografiert werden, was bei den flatterhaften Bewegungen oft gar nicht so einfach ist. Glücklicherweise besteht die Hauptbeschäftigung – wie bei den meisten Lebewesen – aus Fressen. Bei den zahlreichen Futterstellen ist daher ein intensives Beobachten möglich. So konnten auch wir ein paar Prachtexemplare mit der Kamera einfangen. Eine Auswahl davon aus zwei Besuchen möchten wir euch nicht vorenthalten:

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Weitere Informationen findet ihr auf der Homepage der „Casa delle Farfalle“. Ein Ausflug dorthin lässt sich wunderbar mit einem Besuch in Venzone verbinden. Dazu möchten wir euch unseren Bericht „Venzone – Auferstehung eines Ortes“ nahelegen.

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